Was ist denn dieses Linux?

 

Bücher über Linux

Linuxversionen von SuSE 4.3 und 5.0

 

Linux ist ein freies quelloffenes Computerbetriebssystem. Dabei ist frei im Sinne von Freibier, also kostenlos wie auch im Sinne der Freiheit zu verstehen, den Quellcode der einzelnen Bestandteile je nach eigenem Bedarf anzupassen oder ändern zu können. Es gibt viele verschiedene Versionen von Linux, die versuchen, verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden. Weiterhin gibt es spezielle Versionen, die auch auf relativ alter Hardware noch vernünftig läuft. Linux ist als Betriebssystem heute weit verbreitet. So findet es Anwendung als Serverbetriebssystem, in der Version Android in Handys, in Navigationsysteme, in Routern, in modernen Fernsehern und in industriellen Anwendungen als sogn. Embedded Systems und vielem mehr. Auch in kleinen Computern, wie z.B. im Raspberry PI findet es Anwendung. In der Industrie spielt Linux u.a. als angepasstes Real-Time OS in den Bereichen IoT (Internet of Things) und Industrie 4.0 eine tragende und treibende Rolle, wie man als Besucher auf der Messe der Embedded World eindrucksvoll feststellen konnte. Wenn man etwas im Internet kauft oder Informationen mit der Suchmaschine seines Vertrauens sucht, sind in der Regel Linuxserver an dieser Aktion beteiligt. Übrigens, mit Stand Ende 2016 laufen die 500 weltweit schnellsten Supercomputer mit Linux/Unix-Betriebssysteme (mittlerweile alle mit Linux). Das Fensterprogramm ist heute wohl nur noch ein Nischenprodukt für den Desktop.

Linux ist sehr stabil und gegenüber dem kommerziellen System "Fenster" relativ virenresistent. Für nahezu alle relevanten Fensterprogrammen gibt es freie Alternativen. Oder, wenn nicht gibt es Emulatoren oder auch Virtualisierung, um auf einem Linux-Rechner eben diese "Fensterprogramme" ausführen zu lassen. Probieren Sie einmal Linux aus. Unter Download gibt es hier einen praktisch erprobten Leitfaden, welcher einen möglichen Weg zum Ein- oder gar Umstieg auf das freie Open Source Betriebssystem beschreibt.

 

Linux und Nachhaltigkeit:

Bei den Fensterprogrammen war man ja in der Vergangenheit gewöhnt, nach jedem Versionswechsel auch die Hardware auszutauschen, da diese den neuen Anforderungen nicht mehr genügte. So war spätestens nach rund 5 Jahren ein neuer Rechner vonnöten und der alte wanderte wegen fehlender Weiterverwendungs-möglichkeit auf die Deponie. Besonders nachhaltig ist diese Vorgehensweise ja nicht, gerade wenn man an die begrenzten Ressourcen auf unserem Planeten denkt. Wir haben einmal verschiedene aktuelle Linuxe auf unterschiedlich geeigneter alter Hardware auf Funktion und Einsatzmöglichkeiten getestet. Diese Linuxe bieten aktuelle Anwendungen und Sicherheitsupdates an. In erster Linie haben wir für den Test die sogenannte Business Geräteklasse herangezogen. Diese sind in der Regel hochwertiger verarbeitet und lassen sich auch besser reparieren als die reine Consumerware. So lässt sich z.B. der HP 6910p nahezu komplett zerlegen, auch die CPU kann man ohne Spezialwerkzeug ersetzen. Oder bei dem Fujitsu A531 konnte eine defekte CPU problemlos getauscht werden. Bei einem billigen Gerät wäre dieses defekt auf dem Elektroschrott gelandet. Das ist nicht besonders nachhaltig. Wir sind zu einem interessanten Testergebnis gekommen:

0 bis 10 Jahre alte Rechner:  
Aktuelle Linuxe laufen ohne jede Einschränkung im Produktiveinsatz.

10 bis 15 Jahre alte Rechner:    
Aktuelle Linuxe laufen ohne funktionale Einschränkungen, jedoch etwas langsamer. Gegebenenfalls im Bereich 15 Jahre nicht mehr für den Produktiveinsatz, aber noch für Privatzwecke geeignet.

15 bis 20 Jahre alte Rechner:    
Aktuelle angepasste Linuxe laufen mit teilweise funktionalen Einschränkungen. Aufgrund alter Hardware und daraus eventuell fehlender Treiberunterstützung können einige Schnittstellen nicht mehr funktionieren (z.B. USB, Sound, PCMCIA-WLAN). LAN über PCMCIA funktioniert immer, auch bei Geräten, die 25 Jahre alt sind! Ein 20 Jahre alter Rechner kann aber noch als Übungsrechner oder für spezielle Anwendungen weiter betrieben werden.  
                                
Einige Beispiele für 15 und 20 Jahre alte Rechner/Notebooks haben wir hier auf der Seite "Linux Installationen" aufgeführt.

Fazit: Dieser Test ist sicherlich nicht repräsentativ, zeigt aber einen interessanten Trend. Ein Linux-Rechner kann mindestens um den Faktor 2 gegenüber einem Fensterrechner länger produktiv eingesetzt werden. Darüber hinaus kann man den Linux-Rechner mit Einschränkungen weiterverwenden. Bei 20 Jahren und älter ist aber auch hier das technische Ende erreicht. Dann genügt auch die alte Hardware nicht mehr den Mindestanforderungen aktueller Linuxe. Der Einsatz von Linux hilft somit, den Rechnermüllberg mindestens um den Faktor 2 zu reduzieren. Der Einsatz von Linux führt somit zu einer wirklichen und gelebten Nachhaltigkeit.

 

 Müllcontainer voll mit Fenster-Rechner

PC und Druckerschrott aufgrund neuer Fensterprogrammversion.
Zumindest die Desktops hätte man damals unter Linux einige Zeit weiterverwenden können.

 

Es gibt sehr viele verschiedene Linux-Varianten. Die zur Zeit bekanntesten sind Linux-Mint, Ubuntu, Debian, Redhat, openSUSE u.s.w. Probieren Sie diese einfach einmal aus, und bleiben bei der einen, die Ihnen am Besten zusagt.

 

Verschiedene Linuxdistributionen (kleine Auswahl)

 

Ist dieses Linux auch für mich als normaler Anwender geeignet?

Finden Sie es heraus. Es gibt sogenannte Live-Distributionen, mit denen man z.B. mit einem USB Stick den Rechner starten kann. Es ist dort möglich, ohne auf das bestehende System zugreifen zu müssen, im Internet zu surfen oder auch z.B. Office und/oder Grafikprogramme zu nutzen. Das Ergebnis Ihrer Arbeiten können Sie auf einem externen Datenträger im passendem Format ablegen. Im Rechner selbst wird nichts gespeichert und nach Herunterfahren, abziehen des USB-Sticks und Neustart Ihres Gerätes haben Sie wieder Ihre bisher gewohnte Rechnerumgebung zur Verfügung. So können Sie ausprobieren, ob Linux Ihnen zusagt. Für den Anfang empfehlen wir Distributionen, die die KDE als Bedienoberfläche anbieten. Diese ist sehr Fensterprogramm-Ähnlich und ist beim Eingewöhnen in das neue System sehr hilfreich. So können Sie z.b. testen, ob Ihr alter Rechner für eine ordentliche Linuxinstallation noch tauglich ist. Wie bereits erwähnt, stehen aktuelle Linuxdistributionen wie z.B. MX oder AntiX für bis zu 20 Jahre alten Rechner zur Verfügung. Einfach ausprobieren und das nehmen, welches einem am Besten zusagt. Und bei "Problemen" wissen Sie ja, an wen Sie sich wenden können. Wir von der LUG Nürnberg stehen Ihnen bei der Auswahl und Eingewöhnungsphase mit Rat und Tat zur Seite, um Ihnen bei eventuellen Problemen mit dem neuen System zu helfen und Unterstützung zu leisten. Wenn Sie nun selbst Linux ausprobieren wollen, lesen und verstehen Sie bitte unbedingt das Dokument in deutscher Übersetzung von Felix Schwarz "Linux ist nicht Windows". Linux ist viel mehr als nur ein Windows ohne Adware und Gängeleien. Windows ist die Erde, Linux das ganze Universum.

 

Der Papier-Tux

 

Der LUG Nürnberg Bastel Tux:

 

Der Papier-Bastel-Tux von unserem LPD 2016.2, ein für die LUG Nürnberg erstelltes Projekt! Ist nicht einfach zu bauen, aber wer will, kann sich die 4 DIN A 4 Bögen unter "Download" herunterladen und es versuchen. Ohne Gewähr.

 

Kann frei mit Quellenangabe "www.LUG-Noris.de" verwendet werden.

 


LUG-Tux

LUG-Impressionen

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